Das landesweites Beteiligungsprojekt Jugend im Landtag 2012 endete heute nach 5 Tagen intensiver Arbeit an jugendlichen Politikforderungen in Retgendorf. Die 70 jugendlichen Teilnehmenden und die ehrenamtlichen Teamer hatten gestern im Landtag im Schweriner Schloss die Ergebnisse ihrer Labore genannten Arbeitsgruppen den Politikerinnen und Politikern vorgestellt. Etwa 20 Abgeordnete nutzten die Chance sich zu informieren, mit welchen Anliegen und Ideen die Jugendlichen die Landespolitik bereichern wollen.

Dabei blieb es allerdings nicht: In einem Café Vielfalt wurden die Forderungen und Fragestellungen der Jugendlichen gleich vor Ort, im Plenarsaal des Landtags diskutiert. Konkrete Verabredungen zur Umsetzung trafen Abgeordnete zum Beispiel mit den jugendlichen Teilnehmenden des Labors „Träumst du noch oder bleibst du schon?“: Hier wurden unter anderem konkrete Nachfragen im Verkehrsministerium etwa zum 50:50-Ticket oder zur besseren Bahnanbindung von Stettin verabredet.

Erwartungsgeäß spielte bei den Jugendlichen das Thema Schulbildung in MV eine wesentliche Rolle in den Forderungen. Konkret vereinbart haben sich Teilnehmende und Abgeordnete zum Beispiel zur gemeinsamen Arbeit an den Themen: Bessere Rahmenbedingungen für die Arbeit in Kreis- und Stadtschülerräten, Diskussion über kostenfreies Essen an öffentlichen Schulen, Sozialkunde ab der 6. Klasse, mehr Zeit für Kinder und Jugendliche z. B. durch ein 13. Jahr bis zum Abitur und die deutliche Entrümpelung von Lehrplänen, höhere Durchlässigkeit der Schulbildung mit besseren Chancen die Schulform (auch nach „oben“) zu wechseln oder die Öffnung der Schulen durch bessere Zusamenarbeit auch mit Jugendorganisationen.

Aber auch Umweltthemen waren Inhalt von Absprachen, so zum Beispiel die Prüfung der Idee, ein Pfandsystem für Lebensmittelmüll einzuführen oder mehr Schulgärten zu initiieren. Auch die Forderung das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 Jahre zu senken steht nach Meinung der Jugendlichen und der Abgeordneten der demokratischen Fraktionen politisch weiter auf der Agenda.

Sowohl die jugendlichen Teilnehmenden an Jugend im Landtag 2012, als auch die Kooperation von Landesjugendring und Landtag MV bleiben dran an den Themen des Beteiligungsprojekts. Danke für das grossartiges Engagement!

Jugend im Landtag endet mit jugendlichen Forderungen und konkreten Verabredungen mit der Landespolitik

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