Forderungskatalog zur neuen Schule in M-V

  1. Wir wollen alle Schulzweige unmittelbar an einem Standort, also verstärkt Campusschulen in Mecklenburg-Vorpommern.
    Junge Menschen aller Bildungsschichten und Bildungsveranlagungen sollen so leichter miteinander kommunizieren und in den Kontakt treten können. An diesen Campusschulen sollen gemeinsame Projekte zwischen den verschiedenen Schulzweigen durchgeführt werden. Die direkte Interaktion fördert zudem das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Jugendlichen in Mecklenburg- Vorpommern. Weiter gilt es, die Klassengrößen in allen Schulzweigen zu verringern, um ein besseres Lernumfeld und Lernklima zu schaffen.
  2. Wir fordern mehr Fächervielfalt zur Förderung von mehr Kreativität und der individuellen persönlichen Fähigkeiten und Stärken junger Menschen.
    Die Lehrpläne sollten entschlackt und Fächer bspw. kombiniert werden. So können mehr Freiräume für Wahlunterrichtangebote an Schulen geschaffen werden ohne den Lehrplan zu verändern.
  3. Wir wollen ausreichend gut gebildete Lehrer_innen mit neuen Lehrmethoden, damit sich die Bildung an Schulen der sich verändernden Gesellschaft anpassen kann.
    Statt Frontalunterricht sollten mehr Planspiele, Diskussionen, usw. zugelassen werden. Bildung an Schule soll Spaß machen! Die neuen Medien müssen zum akzeptierten und methodischen Unterrichtsalltag werden.
  4. Wir fordern Sozialkundeunterricht ab der 6. Klasse!
    Wir wollen eine frühere und lebendigere Einführung in die Politik, weil politische Aufklärung wichtig ist und das Thema Politik so ausführlicher behandelt werden kann.
  5. Wir wollen die Möglichkeit eines persönlichen interessenangepassten Abiturs.
    Wir fordern daher ein Flexibilisierungsjahr für das Abitur. So sollen die Schüler_innen für sich selbst entscheiden können, ob sie das Abitur nach der 12. oder 13. Klasse absolvieren. Neben dem unterschiedlichen Lerntempo der Schüler_innen dürfen auch Ehrenamt und Freizeit nicht zu kurz kommen.
  6. Wir fordern kostenfreies bzw. kostengünstiges gutes Essen für alle Schüler!
    Eine warme Mahlzeit ist Grundvoraussetzung für effektives Lernen. Für Schüler_innen aus finanzschwachen Familien sollte das Essen generell kostenfrei bereitgestellt werden. Es gibt eine Schulpflicht, damit sollte es auch eine Versorgungspflicht für die gesamte Schülerschaft geben.
  7. Wir fordern eine Verbesserung der Rahmenbedingungen der Schüler_innenvertretungen.
    Währenddessen in den Städten die Schülerräte arbeiten können, existieren in den ländlichen Regionen keine tragfähigen Strukturen für Kreisschülerräte. Weite Anfahrtswege, fehlende öffentliche Verkehrsmittel und keine Gelder für Fahrtkosten oder Aufwandentschädigungen verhindern die demokratischen Beteiligungsstrukturen von Schüler_innen an Schulen in ländlichen Bereichen.
  8. Schule muss demokratischer werden.
    Die Schüler- und die Elternschaft braucht mehr Mitbestimmungsrechte an Schulen. Denn wer für Schule verantwortlich zeichnet und sich einbringen kann, schafft mehr Schulverbundenheit und Leistungsengagement.

Diese acht Punkte sind die Hauptforderungen vom Labor „Jugend macht Schule“. Sie wurden in den Umsetzungsrunden mit Politiker_innen besprochen und diskutiert. Laut der getroffenen Verabredungen werden diese Punkte mit in den Bildungsausschuss genommen. Die Gruppe „Jugend macht Schule“ wird über die Reaktion und über weitere Schritte zu diesen Themen vom Bildungsausschuss informiert. Dafür danken wir.

Forderungen und Verabredungen des Labors „Jugend macht Schule“

Beitragsnavigation


2 Gedanken zu „Forderungen und Verabredungen des Labors „Jugend macht Schule“

  1. Unsere Laborergebnisse wurden heute (27.11.2012) an Vertreter_innen des Bildungsausschusses weitergeleitet. Ebenfalls haben wir, wie vereinbart, alle Abgeordnete (welche nach der Vorstellungsrunde an unserem Tisch platz genommen hatten) mit unseren Forderungen versorgt.

    Wir hoffen nun auf weitere Informationen aus dem Bildungsausschuss und über Informationen zu möglichen polititischen Debatten zu unseren Ergebnissen/ Forderungen.

    Die Teilnehmer_innen des Labores „Jugend macht Schule“ werden über alle Antworten benachrichtigt…(:

  2. Die Kommentarfunktion scheint überwiegend abgeschaltet, daher hier. Eigentlich wollte ich auf der Seite „Was muss sich an der Schule ändern“ auf den Kommentar des Jugendrats Bützow und der dortigen Schreiber antworten.

    Dort war von Schülervollversammlungen die Rede. In einigen Schulen in M-V, z.B. in Ludwigslust, wird auch die Methode des „Klassenrates“ in den Klassen eingeführt. Dabei handelt es sich um eine spezifische Vorgehensweise mit festen Regeln, die Schüler/innen dabei unterstützt in einen gleichberechtigten Austausch zu aktuellen Themen in der Klasse zu kommen (untereinander und mit den Lehrkräften).
    Siehe z.B.http://b-west.inmv.de/wp/?p=678

    Die Moderator/innen der Beteiligungswerkstatt wissen sicher mehr darüber http://www.beteiligungswerkstatt.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.