1. Freiräume für Jugend

Wir wollen mehr Mitsprache an politischen Beteiligungsprozessen. Selbstwirksamkeit können wir nicht an den Schulen erfahren, dazu benötigen wir außerschulische Räume und Zeit. Wir verwahren uns gegen das Killerargument „kein Geld da“, weil wir glauben, dass es eher um Prioritätensetzung geht. Wir machen außerdem darauf aufmerksam, dass gerade im ländlichen Raum Neonazis Raum greifend arbeiten und dass wir Alternativen bieten sollten, um Kinder und Jugendliche nicht an braunes Gedankengut zu verlieren.

2. Schule ist veränderungswürdig

Wir halten es für wichtig, dass Schüler aus eigener Motivation lernen und dass Lehrer_innen dieses Lernen begleiten. Wir finden, dass nicht weiter die Schüler_innen an den rahmen angepasst werden sollten sondern umgekehrt. Wir wünschen uns gesicherte Mitbestimmung bei der Unterrichtsgestaltung, zum Beispiel bei der thematische Ausgestaltung des Wahlpflichtunterrichts. Dazu halten wir es für unabdingbar, Zeit für Information, Aussprachen, Diskussionen und einen Vorlauf für die Entscheidungsfindung einzuräumen. Wir fordern mehr direkte Demokratie, dass heißt regelmäßige Zeiten und Möglichkeiten, sich zu den uns betreffenden Dingen zu äußern, und zwar für alle Schüler_innen und nicht nur für die gewählten Klassensprecher_innen oder Gremien. Wir stellen uns dazu regelmäßige Klassenräte, Schülervollversammlungen und Schulungen aller Beteiligten zur Umsetzung vor. Wir wünschen uns einen Impuls „von oben“ aus dem Kultusministerium o.ä., der sichert, dass nicht einfach nur Entscheidungen in der Schulkonferenz gefällt werden, sondern auch zuvor mit allen Betroffenen (Pädagog_innen, Eltern, Schüler_innen) diskutiert wird. Das setzt Mindeststandards für die Information und Kommunikation voraus.

3. Was-wir-doof-finden-Speicher

Während des gesamten Laborbetriebs wurden „Parkplätze“ für offene Fragen, Informatives und Kritikwürdiges offeriert. Hier konnten Ideen, Fragen und Kritisches gesammelt werden. Es entstand insbesondere ein Was-wir-doof-finden-Speicher, der als Papier in den Café-Vielfalt-Runden zum weiteren Befüllen genutzt wurde.

  • Bundeswehr in der Schule
  • niedrige Löhne für Jugend-/Ferienarbeit
  • Sammelunterkünfte für Asylbewerber
  • zu kleine Schulkonferenzen in kleine Schulen
  • Fernsehen
  • öffentliche Verkehrsmittel zu teuer
  • ziviler Ungehorsam innerhalb der Fraktion
  • Fahrtkosten Schülerticket in den Landkreisen unterschiedlich
  • Wählen darf ich erst ab 18, bestimmte Fahrtkosten oder andere Tickets muss ich schon viel früher wie ein Erwachsener bezahlen
  • 1,90 €pro Fahrt zum Sportunterricht in Kühlungsborn
  • Kopfnoten sind subjektiv und ungerecht

Wir regen an, dass dieser Speicher als Arbeitsspeicher veröffentlicht wird. Menschen und Institutionen, die an der Beseitigung hier beschriebener Probleme arbeiten oder erfolgreich diese beenden, könnten darin ihre Arbeit dokumentieren und so Rückmeldungen geben.

Forderungen und „Arbeitsspeicher“ des Labors „Ziviler Ungehorsam“

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