Den Lebensmittelmüll nutzen

Jeden Tag landen tonnenweise Lebensmittel in den Abfallcontainern der Supermärkte. Allein die Berliner Tafel beziffert die Menge an „Supermarktabfällen“, die sie nutzen mit 15.000 Tonnen pro Jahr, bei der Schweriner Tafel sind es zwei VW Busse pro Woche. Eine weitere Möglichkeit, die noch essbaren Lebensmittel sinnvoll zu verwerten sehen bereits viel Menschen darin sich an den Abfallcontainern der Supermärkte zu bedienen. Dies gilt in Deutschland jedoch als Straftat, in der Regel wegen Diebstahls oder Hausfriedensbruch. Da es aber eine effektive Methode ist um den Lebensmittelmüll zu verringern und schlichtweg unsinnig brauchbare Lebensmittel der Müllhalde zu überlassen, wenn sie gebraucht werden können, fordern die TN von JiL die Legalisierung des Containerns!

Initiative starten zum Mindeshaltbarkeitsdatum!

Viele Menschen wissen nicht welche Bedeutung das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) einzelner Lebensmittel hat. In einer kleinen Umfrage in Schwerin fühlten sich die TN bestätigt, dass Lebensmittel aus Unwissenheit frühzeitig weggeworfen werden. Deshalb fordern sie mehr Aufklärung der Bevölkerung zum Mindesthaltbarkeitsdatum.
Ein weiterer Vorschlag um für mehr Verbraucher Transparenz zu sorgen, neben dem MHD ein weiteres Verbrauchsdatum zu drucken. Damit kann unterschieden werden ab wann das Produkt eventuell seine Qualitätseigenschaften verliert und ab wann es gesundheitsschädigend sein kann. Die TN fordern außerdem eine Ökobilanz der Produkte und eine transparente Kennzeichnung für Verbraucher.
Das MHD kann willkürlich von den Herstellern bestimmt werden, und wurde nachweislich eingeschränkt um den Konsum anzukurbeln. Deshalb fordern die TN einheitliche Standards für die MHD der Produkte, die von einer zentralen Stelle, bspw. eine Behörde, festgelegt werden sollten.

Gesetzesinitiativen zur Reduzierung des Lebensmittelmülls

In öffentlichen Einrichtungen wie zum Beispiel Regierungsgebäuden, Behörden und deren Kantinen, Schulkantinen liegt bereits ein hohes Potential zur Verringerung des Lebensmittelmülls. Die TN fordern dafür eine staatliche Regulierung in Form von Gesetzen oder Richtlinien. Eine weitere Form der Regulierung insbesondere für den Handel sehen sie in der Besteuerung der als Abfall erklärten Lebensmittel.

Mehr Regionalität

Regionale Produktion und Vermarktung verringern die Energiebilanz eines Lebensmittels erheblich. Wenn ein globaler Transport verhindert oder die Zwischenhändler ausgeschaltet werden entsteht auch weniger Lebensmittelmüll auf dem Weg von der Ernte bis zum Haushalt. Deshalb entstand die Forderung nach mehr Regionalität insbesondere in den Supermärkten. Regionale Supermarktabteile können den Kunden mehr Orientierung verschaffen. Um die Regionale Produktion zu stärken sollten die Betriebe, die regional vermarkten eine besondere Förderung erhalten. Wichtig ist den Tn aber auch die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung. Dazu schlagen sie das Gärtnern in Städten, auch „urban gardening“ genannt, vor. Auf kommunaler Ebene und Landesebene sollen Kampagnen gemacht werden, die Menschen an ein naturnaheres und regionales Leben durch eigene Lebensmittelproduktion heranführen.

Forderungen des Labors „Teller statt Tonne“

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