Die Teilnehmenden hörten einen Vortrag von Herrn Dr. Weiß von der Universität Greifswald (Mitglied der Enquete-Kommission „Älter werden in MV“)

und führten Gespräche mit Vertreter/innen von der Handwerkskammer, der IHK und der Agentur „MV 4 you“. Außerdem wurden Straßeninterviews durchgeführt.

Die Forderungen aus dem Workshop:

  1. Mehr Investitionen in die Bildung!
  • 30 % aller Ausbildungsplätze im Handwerk bleiben unbesetzt, sie könnten besetzt werden, wenn mehr Schüler/innen die Berufsreife erlangen (MV hat eine zu hohe Schulabbrecher/innenquote), Betriebe sollten unterstützt und ermuntert werden, sich noch mehr um den Nachwuchs zu kümmern, z. B. mit Praktika und Messen
  • Viele Berufe erscheinen unattraktiv, sie brauchen Anreize, z. B. über höhere Vergütungen oder Fahrtkostenerstattungen (Wirtschaftsförderung)
  • Betriebe klagen über schlecht qualifizierte Jugendliche, gebraucht wird eine individuellere Förderung für benachteiligte Schüler/innen durch qualifizierte Lehrende mit hoher Motivation
  • Ungewöhnliche Handwerke brauchen finanzielle Unterstützung, um ausbilden zu können, eventuell durch Unterstützung aus der Wirtschaft
  1. Durchlässigkeit von Schulsystemen schaffen!
  • Der Stellenwert des Realschulabschlusses ist schlecht – Image braucht eine Verbesserung, Vorurteile müssen abgebaut werden, damit Bewerber/innen mit einem schlechten Abi nicht denjenigen mit einer guten mittleren Reife vorgezogen werden. Auch das Image der Berufsreife ist verbesserungswürdig.
  • Mittlere Reife sollte auch auf dem Gymnasium erworben werden können, ohne dass man dafür von der Schule abgehen muss. Der Wechsel von einem zum anderen Schulsystem sollte auch nach der Orientierungsstufe einfach möglich sein.
  1. Gleiches Geld für gleiche Arbeit!
  • Gleiche Tarife für Azubis und Arbeitnehmer/innen in Ost und West, Nord und Süd
  • gleiche Vergütungen für Frauen und Männer
  1. Unterstützungsstrukturen schaffen, die MV als junges Bundesland stärken!
  • Agenturen wie“ MV 4 you“ können helfen, junge Menschen ins Land zu holen, aber auch die Bundesagentur für Arbeit sollte stärker für dieses Thema sensibilisiert sein.
  • Bedürfnisse der jungen Generation müssen von der Politik stärker in den Blick genommen werden (wie wäre es mit einer Enquete-Kommission „Jung sein in MV“)
  1. Bessere/ mehr Freizeit- und Kulturangebote – Erhalt bestehender Strukturen!
  • Viele Angebote für Jugendliche schließen, dabei sind sie für die Attraktivität eines Wohnortes wichtig und sollten gesichert werden, bzw. Zentren für Jugendliche sollten geschaffen werden.
  • Mobilität der Jugendlichen ermöglichen, bezahlbare Angebote zu bedarfsgerechten Zeiten, z.B. mit einem speziellen Schülerfahrausweis
  • Fahrpläne mit den Bedürfnissen der Jugendlichen abstimmen (z.B. ist ein verringertes Angebot in den Ferien für Jugendliche mit mehr Zeit kontraproduktiv)
Ergebnisse des Workshops „Die Zukunft beginnt heute“ bei Jugend im Landtag 2014

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